Kann eine App die fruchtbaren Tage berechnen?

Junge Frau in grauem Pullover hält Smartphone in der Hand und schaut sehr lustig drein. Sprechblase vom Smartphone sagt “1 Mal 1 ist fruchtbar?”

Heutzutage scheint es für alles eine App zu geben. Manche davon sind durchaus sinnvoll – andere eher weniger. Auch Zyklus-Apps werden als Alternative zum klassischen Menstruationskalender immer beliebter. Das System ist fast immer das gleiche: Man gibt seine durchschnittliche Zykluslänge an, trägt den Beginn der letzten Periode ein und schon berechnet die App die fruchtbaren Tage – für den aktuellen und alle folgenden Zyklen. Den besten Zeitpunkt für eine Schwangerschaft schon Wochen vorher zu kennen, das ist doch verlockend! Aber wie gut arbeiten die Algorithmen wirklich?

Fruchtbare Tage berechnen leicht gemacht?

Leider müssen wir dich gleich zu Beginn ein wenig enttäuschen. Denn so einfach es klingt: Zuverlässig sind die meisten dieser Apps nicht. Das Problem liegt in dem immer noch weit verbreiteten Mythos, dass der Zyklus einer Frau immer gleich abläuft. In gewisser Weise tut er das auch (zumindest hormonell). Aber seine Länge, der Tag des Eisprungs und die Lage der fruchtbaren Zeit sind bei jeder Frau unterschiedlich. Bei gesunden Frauen kann die Zykluslänge sogar zwischen 25 und 35 Tagen schwanken. „Eisprung immer an Tag 14“ funktioniert also selten.

Die meisten Zyklus-Apps oder „Eisprung-Rechner“ arbeiten jedoch rein statistisch. Sie ziehen zur Berechnung deiner fruchtbaren Tage Durchschnittswerte deiner vergangenen Zyklen oder Daten von anderen Nutzerinnen heran. Das bedeutet: Verlängert oder verkürzt sich dein Zyklus unvorhergesehen, kann die App deine fruchtbaren Tage bereits nicht mehr korrekt berechnen. Für Frauen, die gar nicht schwanger werden wollen, kann das sogar gefährlich sein. Etwa, wenn sie auf die Angaben vertrauen und in der vermeintlich unfruchtbaren Zeit ungeschützten Sex haben. Auch wenn Periodenkalender sehr hilfreich sind, um den Körper besser zu verstehen und den Einfluss des Zyklus auf die allgemeine Gesundheit zu durchblicken: In Sachen “Sicherheit” sind die meisten Zyklus-Apps nicht zu empfehlen, da sie lediglich Schätzungen abgeben können.

Lachender Babybub in weißem Shirt, dessen dunkelhaarige Mama ihn unter den Armen hält und ihn verliebt anstrahlt”

Fruchtbarkeit symptothermal bestimmen

Technikaffine Frauen müssen ihr Smartphone deshalb aber nicht gleich komplett verbannen. Denn es gibt auch Apps, die mit der “Symptothermalen Methode” arbeiten. Damit beurteilst du jeden Zyklus anhand bestimmter körperlicher Veränderungen neu – egal, wie kurz oder lang er ist. Am wichtigsten ist das Führen einer Temperaturkurve, indem du jeden Morgen deine Aufwachtemperatur misst. Zusätzlich achtest du auf weitere Fruchtbarkeitssignale wie den Zervixschleim oder den Muttermund. Um den Eisprung steigt die Körpertemperatur leicht an und fällt erst wieder, wenn deine Periode einsetzt – es sei denn, du wirst schwanger. Einige Apps bieten das Eintragen der Temperatur bereits an. So hast du auch unterwegs auf dem Smartphone immer im Blick, wie weit du im Zyklus schon bist.

Es gibt allerdings ein großes „Aber“: Das Messen und Eintragen erfordert Konsequenz. Auch das Interpretieren der Kurve musst du üben. Alkohol, wenig Schlaf, Schichtdienst, Krankheit oder ein unregelmäßiger Lebensstil können deine Temperatur beeinflussen und eine Auswertung unmöglich machen. Darum scheuen auch viele Frauen davor zurück, diese Methode auszuprobieren.

femSense Produktfoto mit 1 Verpackungen und 1 femSense Temperaturmess-Patch und einem 10% Gutschein bei Klick

Fruchtbare Tage mit femSense berechnen

Genau für diese Frauen wurde femSense entwickelt. Es verbindet die Vorzüge einer App mit der Genauigkeit der Temperaturmessung. Allerdings brauchst du dafür nicht einmal ein Thermometer. Du musst lediglich daran denken, jeden Zyklus einen neuen femSense Patch aufzukleben und deine Temperatur mit dem Smartphone auszulesen. Und eigentlich musst du nicht einmal daran denken – die App erinnert dich. So erfährst du schnell und digital, ob der Zeitpunkt zum Schwanger werden gerade günstig ist. Außerdem kannst du deine körperlichen und psychischen Veränderungen in der femSense App notieren und erfährst so Tag für Tag mehr über dich und deinen Körper.

Generell ist es immer eine gute Idee, deinen Zyklus zu tracken – nicht nur bei Kinderwunsch. Sich ganz allein auf eine App zu verlassen ist aber nicht immer ratsam. Wissen über den eigenen Zyklus und ein wenig Neugier sollten auf jeden Fall auch dazu gehören. Dann klappt es auch mit der Schwangerschaft!

Quellen

www.frauenaerzte-im-netz.de
www.pharmazeutische-zeitung.de