Anovulatorische Zyklen: Was ist das und woran erkennt man sie?

Ein heller Eierkarton mit 10 Eiern, wovon eines kaputt ist

Wir bekommen ab und zu die Nachricht: „Hilfe! femSense konnte in diesem Zyklus keinen Eisprung bei mir erkennen!“ Aber keine Panik: Anovulatorische Zyklen sind völlig normal – nur wissen das viele nicht. Nur weil man eine Periode hat, heißt es nämlich nicht, dass man automatisch auch einen Eisprung hatte.

Was ist ein anovulatorischer Zyklus?

Ein anovulatorischer Zyklus ist ein Zyklus, in dem kein Ei freigesetzt wird und es in der Folge auch zu keiner Befruchtung und keiner Schwangerschaft kommen kann.

Gerade wenn man schwanger werden will, dreht sich das Leben plötzlich um diesen einen ominösen Moment – der ja in Wahrheit einige Stunden dauert: Den Eisprung. Denn man kann nur an wenigen Tagen eines Menstruationszyklus schwanger werden, und diese sind die Tage vor dem Eisprung und der Tag des Eisprungs selbst. Weiß man also, wann er stattfindet, kann man sich in dieser Zeit auf das „Herzeln“ konzentrieren!

Klar, wenn man einen Kinderwunsch hat, will man von anovulatorischen Zyklen gar nichts wissen. Und doch sind sie Realität: Studien zeigen, dass die meisten Frauen ein bis zwei Monate pro Jahr haben, in denen kein Eisprung stattfindet, obwohl sie es wahrscheinlich gar nicht bemerken. Die Blutung, die sie nach einem anovulatorischen Zyklus erleben, ist technisch gesehen auch gar keine Periode, sondern eine Östrogen-Durchbruchblutung, die durch einen niedrigen Progesteronspiegel und eine Anhäufung an Gebärmutterschleimhaut verursacht wird. Würde man keine Ovulationstests verwenden, würde man sich wahrscheinlich nur denken, dass die Periode in diesem Monat einfach unregelmäßig war.

Wie häufig sind anovulatorische Zyklen normal?

Studien haben gezeigt, dass rund 10-18% aller regulären Zyklen anovulatorisch sind. Je nach Länge und damit Häufigkeit der Zyklen sind das rund ein bis zwei Zyklen pro Jahr, an denen kein Ei springt. Und das ist auch völlig normal! Also nur weil man anovulatorische Zyklen hat, ist man nicht gleich generell unfruchtbar.

Am häufigsten tritt Anovulation bei jungen Mädchen auf, deren Menstruation gerade begonnen hat, und bei Frauen unmittelbar vor den Wechseljahren.

Mit schockierten Gesichern bemalte Eier

Woran kann ich erkennen, ob ich einen Eisprung hatte?

Anovulation selbst hat keine spürbaren Symptome. Darum ist es einfacher, nach dem Ausbleiben von Ovulationssymptomen zu suchen, denn es gibt unterschiedliche Methoden, um das Ob und Wann eines Eisprungs festzustellen. Unter anderem die Folgenden:

Veränderung der Basaltemperatur: Die Körpertemperatur steigt beim Eisprung um ein paar Zehntel Grad an und bleibt auf diesem Niveau, bis die nächste Menstruation einsetzt. Entweder man misst jeden Tag um die gleiche Uhrzeit morgens direkt nach dem Aufwachen die Temperatur und trägt sie in Charts ein, oder man macht es sich einfach und verwendet den femSense Ovulationstest. Er misst mit einem Hautpatch die Körpertemperatur, und die App gibt Bescheid, sobald ein Eisprung erkannt wurde.

Anstieg des LH-Hormons: Testen kann man den Hormonanstieg, indem man täglich auf sogenannte LH-Teststreifen pinkelt. Bei PCOS jedoch ist dieser Test nicht zuverlässig, da dann der LH-Spiegel durchgehend hoch ist. Zum Vergleich von femSense mit verschiedenen Ovulationstests geht es übrigens hier!

Veränderung des Zervixschleims: Es erfordert zwar sehr viel Übung, aber trackt man die Konsistenz des eigenen Scheidensekrets über mehrere Monate hinweg konstant merkt man, dass es kurz vor dem Eisprung klarer, wässriger und richtiggehend zu einem Faden „spinnbar“ wird.

Regelmäßige Menstruationsblutungen: Mit regelmäßigen Eisprüngen ist auch die Periode recht regelmäßig. Regelmäßig heißt, dass sie in der Länge selten um mehr als 3 Tage auf oder ab schwankt. Extrem lange Zyklen – über 40 Tage – und extrem kurze Zyklen – unter 20 Tage – könnten ein Hinweis sein, dass keine Ovulation vorliegt.

Was sind Ursachen von Anovulation?

Ein bis zwei anovulatorische Zyklen sind pro Menstruationsjahr völlig normal. Sieht es aber so aus, als wären sie chronisch, sollte das unbedingt mit der Frauenärztin bzw. dem Arzt abgesprochen werden. Es kann dann an verschiedenen Ursachen liegen – u.a. an Gesundheitsproblemen oder Lebensstilfaktoren.

Gesundheitliche Ursachen sind etwa das Polizystische Ovarialsyndrom (PCOS) oder Schilddrüsenprobleme.

Zu den Faktoren des Lebensstils zählen Unter- oder Übergewicht, extreme körperliche Anstrengung wie übermäßiger Sport, schlechte Essgewohnheiten, Jetlag und ein hohes Maß an Stress oder ständigen Angstzuständen.

Auch die Einnahme bestimmter Medikamente kann den Eisprung hemmen: Dazu gehören einige Steroide, Kräuter und natürliche Heilmittel, entzündungshemmende Schmerzmittel und natürlich die hormonelle Empfängnisverhütung.

Anovulatorische Zyklen treten am häufigsten zu Beginn und am Ende der gebärfähigen Jahre auf. Für die meisten Frauen ist der gelegentliche anovulatorische Zyklus kein Grund zur Sorge, und wird nur dann zu einem echten Problem, wenn man gerade versucht, schwanger zu werden, und jeder Monat zählt.

Denk daran, dass physischer und psychischer Stress wie schlaflose Nächte, Langstreckenreisen, Training für einen Marathon, Krankheit oder emotionaler Stress wie der Tod eines geliebten Menschen Hormone auslösen können, die deinen Eisprung vorübergehend unterdrücken können. Das bedeutet aber nicht, dass du direkt unfruchtbar bist. Dein System normalisiert sich wieder, sobald es auch dein Lebensstil tut. Du kannst deinen Körper auf ganz natürlichem Weg dabei unterstützen. Tracke deinen Eisprung mit dem femSense Ovulationstest, zeichne all deine Symptome in unserem gratis femSense Zyklustracker auf und finde in diesem Blogbeitrag Tipps, wie du deine Empfängnischancen auf ganz natürliche Art und Weise erhöhen kannst!

Im Hintergrund wird eine Packung femSense übergeben, im Vordergrund das medizinisch zertifiziert-Logo, und drei Häkchen: erkennt den Eisprung zu über 93%, einfach und natürlich, hormonfrei.

Quellen:

https://www.healthline.com/health/pregnancy/anovulatory-cycle

https://www.medicalnewstoday.com/articles/318552