Spätes Babyglück: Schwanger werden über 40

Mom with baby

Bist du Ende 30 oder schon über 40 und hast deinen Kinderwunsch noch nicht erfüllt? Damit bist du heutzutage nicht allein. Studien zeigen, dass das Durchschnittsalter von Müttern immer weiter steigt. In Österreich liegt es bereits bei rund 31 Jahren. In Deutschland hat inzwischen jedes vierte geborene Kind eine Mutter, die über 35 ist. Und auch prominente Beispiele gibt es zuhauf – Madonna, Kim Basinger oder Nicole Kidman sind nur einige bekannte Namen, die mit über 40 (noch einmal) Mutter wurden.

Man könnte also fast meinen, dass es ein „Trend“ ist, erst mit 40 plus die Familienplanung zu starten. Allerdings gibt es unzählige Gründe dafür, warum viele verhältnismäßig spät ans Schwanger werden denken.

Warum bekommen immer mehr Paare so spät Kinder?

Zum einen hat es gesellschaftliche Gründe. Frauen sind immer besser ausgebildet und wollen oft erst im Beruf und auf der Karriereleiter vorankommen, ehe sie an den Kinderwunsch denken. Für viele „passt“ es auch erst später – sei es, weil sie finanziell eine bessere Basis haben, oder weil erst dann der richtige Partner an ihrer Seite steht. Gerade das Sicherheitsgefühl ist für viele heutzutage enorm wichtig. Das bringt auch Vorteile mit sich: Ältere Paare haben meistens ein stabileres Umfeld, mehr finanzielle Rücklagen und leben in der Regel gesünder.

Manchmal gibt es aber auch unfreiwillige Gründe, warum die Kinderplanung warten musste. Dadurch, dass viele erst später mit der Familienplanung beginnen, werden Probleme mit der Fruchtbarkeit oft erst spät erkannt und behandelt. Viele Frauen haben bis zu diesem Zeitpunkt auch lange hormonell verhütet und wissen nicht, wie ihr Zyklus überhaupt funktioniert. So kann sich die Erfüllung des Kinderwunsches hinziehen und leider auch schwieriger werden.

Kinderwunsch über 40: Das musst du wissen!

Grundsätzlich können wir dir sagen: Dein Lebensalter allein sagt nichts darüber aus, ob du auf natürlichem Weg schwanger werden kannst. Allerdings ist nicht von der Hand zu weisen, dass die Wahrscheinlichkeit über 40 langsam, aber sicher abnimmt. Grund dafür ist die sinkende Anzahl und Qualität der Eizellen. Auch Vorerkrankungen (wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schilddrüsenprobleme oder Diabetes) treten im Alter häufiger zu Tage. Das erhöht das Risiko für Fehlbildungen des Embryos oder frühe Abgänge – oder kann eine Schwangerschaft gänzlich verhindern.

Dieser „Alterungsprozess“ findet bei jeder Frau unterschiedlich schnell statt. Bei manchen setzt er schon mit Mitte 30 ein, bei anderen erst weit über 40. Deswegen lässt sich nicht mit Sicherheit sagen, wann deine eigene Fruchtbarkeit wirklich nachlässt. Kinderwunsch-Experte und femSense Mentor Dr. Michael Schenk vom Das Kinderwunsch Institut rät aber dazu, nicht zu lange hinzuwarten, denn:

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) besagt, dass man zu einem „Unerfüllten Kinderwunsch“-Patienten wird, wenn man nach einem Jahr ohne Verhütung nicht schwanger geworden ist. Um keine wertvolle Zeit – und Eizellen – zu verlieren, empfehlen wir daher bei Paaren über 35, bereits nach sechs unverhüteten Zyklen ohne Schwangerschaftserfolg einen Experten aufzusuchen. Denn die Realität ist: Über 35 sind nur noch circa 25% der Eizellen genetisch fit – das heißt, von 12 Zyklen im Jahr sind nur noch drei „gut“.

Insbesondere, wenn du zusätzlich Ovulationstracker wie femSense nutzt, aber dennoch nicht schwanger wirst, ist schnelles Handeln angesagt. Denn femSense kann exakt bestimmen, wann (und ob) dein Eisprung stattfindet und wann der beste Zeitpunkt im Zyklus gekommen ist, um schwanger zu werden. Zeigt dir femSense aber gar keinen Eisprung an oder sind deine Zyklen auffällig lang oder kurz, kann das ein Indiz dafür sein, dass etwas nicht in Ordnung ist. Dann lohnt sich der Gang zum Frauenarzt oder gleich zu einem Kinderwunsch-Spezialisten. Je früher, desto besser!

Unerfüllter Kinderwunsch über 40? Rechtzeitig Hilfe suchen!

Es kann beängstigend sein, möglicherweise mit einem unerfüllten Kinderwunsch konfrontiert zu werden. Aus Angst scheuen sich deshalb viele davor, medizinische Unterstützung zu suchen. Eine ausführliche Diagnostik ist aber der erste Schritt, um deinen Wunsch doch noch zu erfüllen. Meistens wird dein Arzt einige tiefergehende Untersuchungen durchführen, um Ursachen zu finden oder auszuschließen – wie eine Überprüfung der Eileiter, der Schilddrüse und des Hormonstatus. Auch ein Spermiogramm bei deinem Partner kann sinnvoll sein.

Insbesondere das Anti-Müller-Hormon (AMH) ist ein wichtiger Hinweis auf deinen Fruchtbarkeitsstatus. Es zeigt an, wie viele Eizellen deine Eierstöcke noch produzieren. Fällt die Hormonkonzentration im Blut unter einen bestimmten Wert, ist das ein Indikator für eingeschränkte Fruchtbarkeit. In diesem Fall wird dir dein Arzt vermutlich zu einer künstlichen Befruchtung raten. Das klingt im ersten Moment wahrscheinlich beunruhigend, aber die moderne Medizin ist in diesem Bereich bereits sehr weit fortgeschritten und bietet verschiedenste Möglichkeiten an. Eine Garantie für den Erfolg gibt es zwar nicht, aber dafür hast du die Gewissheit, dass euer Wunschkind gar nicht erwünschter sein kann!

Die Familienplanung natürlich unterstützen

Egal, ob ihr es auf natürlichem oder künstlichem Weg versucht: Eine gute Basis für eine Schwangerschaft zu schaffen lohnt sich in jedem Alter. Beispielsweise durch ausgewogene Ernährung, viel Bewegung und einen gesunden Lebensstil. Besonders letzteres kann sich auf deine Fruchtbarkeit auswirken. Wenn du also bis jetzt z.B. noch nicht mit dem Rauchen aufgehört hast, ist nun vielleicht der ideale Zeitpunkt dafür gekommen. Dasselbe gilt übrigens auch für deinen Partner! Zwar sind Männer deutlich länger imstande, Kinder zu zeugen, aber auch für sie gibt es einschränkende Faktoren, die eine Schwangerschaft erschweren können.

Wenn du es nicht ohnehin schon machst, kann es sich auch lohnen, deinen Zyklus zu beobachten und deinen Eisprung genau zu bestimmen – zum Beispiel mit femSense. Das hilft dir nicht nur, im natürlichen Zyklus den perfekten Zeitraum zum Schwanger werden einzugrenzen, sondern kann auch mögliche Zyklusprobleme sichtbar machen. Etwa, wenn der femSense-Patch keinen Eisprung erkennen kann oder deine Zyklen sehr lang oder sehr kurz sind. Zwar schwankt die Länge des weiblichen Zyklus von Natur aus und ist selten exakt 28 Tage lang, doch können die femSense-Aufzeichnungen für dich und deinen Arzt eine wertvolle Info sein.

Mom with stroller looking at phone in hand

Es ist also nie zu spät, noch mehr über dich und deinen Körper zu lernen – egal, ob du schon mit 20 oder erst mit 40 damit anfängst. Und gerade, wenn es drauf ankommt, ist fundiertes Wissen über deinen eigenen Zyklus Gold wert!

Quellen:

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/717979/umfrage/durchschnittsalter-der-mutter-bei-der-geburt-in-oesterreich-nach-bundeslaendern/

https://kurier.at/leben/oesterreichische-geburtenstatistik-durchschnittsalter-der-muetter-steigt/400522516

https://www.t-online.de/leben/familie/schwangerschaft/id_60643308/schwanger-mit-40-vorteile-nachteile-und-risiken.html

https://www.netdoktor.de/kinderwunsch/anti-mueller-hormon/