Zyklus und Beziehung – warum der Zyklus Partnersache sein sollte

Paar, das auf einer Couch sitzt und gemeinsam einen digitalen Zykluskalender betrachtet

Beim Tracken des eigenen Zyklus geht es den meisten Frauen in erster Linie natürlich darum, zu wissen, wann die Periode fällig ist, um darauf vorbereitet zu sein. Zusätzlich aber ist das Zyklustracking mittlerweile als wesentlicher Bestandteil des allgemeinen Gesundheitsbewusstseins und Körpergefühls akzeptiert. Denn im Laufe der verschiedenen Phasen des Zyklus gibt es starke hormonelle Veränderungen, die uns sowohl physisch als auch psychisch beeinflussen: Wir fühlen uns nicht nur anders, sondern verhalten uns auch anders und sehen teilweise sogar ein bisschen anders aus.

Grafik von Hormonen und verschiedenen Stimmungen im Laufe eines weiblichen Zykllus

Was das mit Beziehungen zu tun hat? Und warum sollte der Partner Interesse am eigenen Zyklus haben? Nun, die wohl offensichtlichste Antwort darauf sind PMS (Prämenstruelles Syndrom) und die damit einhergehenden Stimmungsschwankungen, die körperlichen Beschwerden und das allgemeine Chaos, das es verursachen kann. Aber es gibt auch andere, vielleicht subtilere hormonelle Einflüsse zu anderen Zeiten des Zyklus!

Woche 1: wenig Östrogen, viel Mitgefühl bitte

Der Östrogenspiegel ist zu Beginn des Zyklus niedrig. Gerade in Kombination mit der Periode können diese ersten Zyklustage müde, schmerzgeplagt und mürrisch machen. Das ist die Woche, in der ein verständnisvoller Partner mit einer heißen Wärmflasche und einer Tafel Schokolade oder einer Tasse Tee Gutpunkte sammeln kann!

Woche 2: Unbezwingbarkeit und Libido

Energisch, selbstbewusst, gesellig und glücklich: Wenn der Östrogenspiegel in der zweiten Woche steigt, verbessert sich die Stimmung zusammen mit dem Energieniveau. Man fühlt sich stärker und attraktiver als sonst – und ist es auch: Durch ganz leichte Gewebeverschiebungen wird das Gesicht symmetrischer! Studien haben außerdem gezeigt, dass der höhere Östrogenspiegel in der ersten Hälfte des Menstruationszyklus das räumliche Bewusstsein, die Vorstellungskraft, das Gedächtnis und die sozialen Fähigkeiten verbessern. Wenn man das weiß, kann man diese Informationen nutzen!

Ein weiterer guter Tipp ist, dass der hohe Östrogenspiegel auch schmerzmaskierende Endorphine im Gehirn auslösen soll. Eventuell ein guter Zeitpunkt, zum Zahnarzt zu gehen oder sich die Beine zu epilieren!

Zusätzlich steigt der Testosteronlevel in dieser Woche, was ehrgeizig und gewagter macht. Je näher man dem Eisprung kommt, umso mehr nimmt die Libido zu – was auch am steigenden Testosteron liegt. Und zumindest das mit der Libido will der Partner mit ziemlicher Sicherheit wissen! ;)

Woche 3: Blutzucker mit Östrogen-Dip

Was wie ein Rezept klingt, ist leider symptomtechnisch eher weniger lecker: Nach dem Eisprung sinkt der Östrogenspiegel und das Progesteron steigt. Dieser vorübergehende Östrogen-„Dip“ kann zu ein paar Tagen Reizbarkeit und Müdigkeit führen. Das Progesteron macht ebenfalls müde, ruhig und ein bisschen emotional. In diesem Stadium – zwischen Eisprung und möglicher Menstruation – bereitet sich der Körper auf eine Schwangerschaft vor. Am liebsten hätte er, dass man für zwei isst, man ist ständig hungrig und sehnt sich nach kalorienreichen Lebensmitteln. Wenn man nicht regelmäßig isst, kann es zu einem Abfall des Blutzuckers kommen – einem weiteren, besonders spaßigen Symptom des erhöhten Progesteronlevels. Man wird launisch und fühlt sich ausgelaugt.

Auf der positiven Seite bedeutet die Kombination von Östrogen und Progesteron aber, dass beim Sport effizienter Kalorien verbrannt werden können – ein guter Zeitpunkt, um sich in die Sportschuhe zu werfen!

Die Libido lässt zwar etwas nach, trotzdem fühlt man sich dem Partner in dieser Phase des Zyklus möglicherweise emotional näher und liebevoll verbunden. Die perfekte Zeit für romantische Filme und Kuschel-Sessions auf der Couch.

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Woche 4: Absturz!

In der vierten Phase des Zyklus stürzt das Östrogen ab und die Stimmung geht gleich mit in den Keller. Wenn man an PMS leidet, ist dies die Zeit, um auf die altbekannten Symptome zu achten. Nicht alle Frauen leiden an PMS, aber die Ausformung kann durch Lebensstil und Ernährung nur bis zu einem gewissen Grad beeinflusst werden. Die schwerwiegendste Variante ist die PDMS (Prämenstruelle Dysphorische Störung), sie betrifft 5-10% aller Frauen und verursacht bis zu depressiven Zuständen.

Das „normale“ PMS ist noch relativ unerforscht, einige Frauen haben nur gelegentliche Symptome und andere nur sehr milde. Einer der großen Vorteile der Verfolgung des Zyklus und alle auftretenden Symptome besteht darin, Muster zu erkennen und besser darauf vorbereitet zu sein bzw. besser mit ihnen umgehen zu können.

Die Kombination aus sinkendem Östrogenspiegel und relativ stabilem Progesteronlevel führt zu Heißhungerattacken – ein Versuch deines Körpers, das Glückshormon Serotonin wieder zu erhöhen. Glücklicherweise hilft uns übrigens dieselbe Hormonkombination in den Tagen vor der Menstruation dabei, Fett zu verbrennen!

Jup, das sind viele schwankende Hormone! Was dein Partner mit all diesen Informationen anfangen soll? Auf jeden Fall keine Sprüche á la „jetzt bekommt sie wieder ihre Tage“ ablassen! Stattdessen hätten wir hier ein paar Tipps: Er könnte…

  1. Die Wärmflasche mit heißem Wasser füllen, wenn du in Woche 1 mit Krämpfen zusammengerollt auf der Couch liegst

  2. Eine Party für Woche 2 planen, wenn du dich gerade attraktiv und fabelhaft fühlst

  3. In Woche 3 auch mal zu einem romantischen Film JA sagen und, Bonus, die Taschentücher bereithalten

  4. Euch in Woche 4 mit Eis / Schokolade / (insert Comfort Food of choice here) eindecken, um bestens ausgerüstet zu sein

Kurz: Ob dein Partner dir hilft, in der 3. Woche vom zweiten Stück Schokokuchen abzulassen oder ob er dir in der 4. Woche denselben Kuchen mit Schlagsahne serviert – das Wichtigste ist sein Verständnis. Denn dein Zyklus, all die Hochs und Tiefs und Hormone und Symptome – all das gehört zu dir!

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Quellen:

https://www.myhormonology.com

https://www.bbc.com/future/article/20180806-how-the-menstrual-cycle-changes-womens-brains-every-month

https://www.fairview.org/patient-education/85704