So funktioniert der weibliche Zyklus

zwei weibliche Hände, die Handy mit Zyklustracker halten

Als Menstruationszyklus wird die Zeit zwischen dem ersten Tag der Regelblutung und dem letzten Tag vor der nächsten Blutung bezeichnet. Jeden Monat reift im weiblichen Zyklus eine Eizelle heran. Währenddessen bereitet sich die Gebärmutterschleimhaut darauf vor, dass sich die befruchtete Eizelle in ihr einnisten kann; sie wird besser durchblutet und gepolstert. Ungefähr in der Mitte des Zyklus kommt es zum Eisprung, zur sogenannten Ovulation, der weniger ein Moment, als eine Phase von mehreren Stunden ist.

Diese Vorgänge geschehen ganz automatisch, indem sie von bestimmten Hormonen gesteuert werden.

Erste Zyklushälfte: Die Follikelphase

Am Anfang war das Blut – denn der erste Tag der Periode ist gleichzeitig Tag eins des neuen Zyklus. Eine normale Periode kann zwischen 2 und 7 Tagen dauern, wobei die Blutung in den ersten zwei Tagen üblicherweise am stärksten ist. Währenddessen kann eine Vielzahl von Symptomen auftreten, einschließlich Krämpfe, Aufgeblähtheit, schmerzempfindliche Brüste und Rückenschmerzen. Die Symptome können von Tag zu Tag und von Zyklus zu Zyklus variieren – was übrigens einer der Gründe ist, weshalb es sinnvoll sein kann, seinen Zyklus zu tracken.

Während zu Beginn dieser ersten Zyklusphase die Menstruationsblutung auftritt, bereiten sich gleichzeitig die Eierstöcke auf den Eisprung vor. Im Eierstock reifen Eibläschen (Follikel) heran, von denen sich meist eines durchsetzt. Währenddessen wird in der Gebärmutter, auch Uterus genannt, Schleimhaut aufgebaut, um sich für die Einnistung einer befruchteten Eizelle vorzubereiten.

Der Eisprung – die Ovulationsphase

Nach etwa zwei Wochen platzt der Follikel im Eierstock – das ist der Eisprung – und die Eizelle, die im Inneren des Follikels herangewachsen ist, macht sich durch den Eileiter auf den Weg Richtung Gebärmutter. Ab jetzt haben bereits vorhandene (oder neu eintreffende) Spermien etwa 24 Stunden Zeit, das Ei zu befruchten. Während sich das Gerücht hartnäckig hält, dass der Eisprung mittig im Zyklus auftritt, tritt er tatsächlich 12 bis 16 Tage vor Beginn der nächsten Periode auf. Eine Frau mit einem 28-Tage-Zyklus wird ihren Eisprung in der Mitte (also zwischen Tag 12 und 16) haben, bei einem Zyklus von 32 Tagen jedoch wahrscheinlich erst an Tag 17 oder 18.

Zweite Zyklushälfte: Die Lutealphase (Gelbkörperphase)

Der Follikel, der die Eizelle freigegeben hat, wird nach der Ovulation zum Gelbkörper und schüttet ab nun das Hormon Progesteron aus. Nach dem Eisprung steigt dadurch der Progesteronspiegel, der Östrogenspiegel sinkt. Wurde das Ei befruchtet, steigt das Progesteron weiter an. Kommt es zu keiner Befruchtung, sinkt es. Dann bildet sich der Gelbkörper im Eierstock zurück, das Ei stirbt ab und wird vom Körper zurückabsorbiert. Die Gebärmutterschleimhaut wird mit der nächsten Regelblutung abgestoßen. Daraufhin reift eine neue Eizelle heran und der Zyklus beginnt wieder von neuem.

Follikelreifung, Gebärmutterschleimhaut-Aufbau und Hormonentwicklung im Zyklus einer Frau

Quellen:

https://www.gesundheit.gv.at/lexikon/w/zyklus-hk

https://www.nhs.uk/conditions/periods/fertility-in-the-menstrual-cycle/

https://www.yourperiod.ca/normal-periods/menstrual-cycle-basics/